Mitbürgerinnen und Mitbürger, nicht mehr Gäste

Warum Urban Fink-Wagner, Historiker und Theologe, das Projekt "Für eine Kirche mit den Frauen" unterstützt

 

 

Paulus schreibt in seinem Brief an die „Heiligen in Ephesus, die an Jesus Christus glauben“: „Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19). – Ich mache beim Projekt „Kirche mit den Frauen“ mit, damit es in unserer Kirche zukünftig auch heisst: Mitbürgerinnen und Hausgenossinnen.

Die Fusswallfahrt nach Rom, während der nicht nur die vier Pilgernden zu Fuss einen langen Weg auf sich nehmen, sondern die auch uns in Bewegung bringen will, ist ein Hoffnungsprojekt. Mit dem Papst und mit der Kirche wollen wir uns auf den Weg machen zu einer Kirche mit mehr Gemeinschaft, mit mehr Partizipation, unter Einbezug der Frauen, die in vielem noch ausgegrenzt werden. Das Projekt fasziniert mich, weil nicht konkrete Forderungen erhoben werden, was nur zu kirchenpolitischen Auseinandersetzungen führen würde, sondern ein Grundanliegen zur Sprache gebracht wird, das nur in einem gemeinsamen Aufbruch umgesetzt werden kann. Damit wird das Projekt der beständigen Aufforderung von Papst Franziskus gerecht, an die Ränder von Kirche und Welt zu gehen. Wer am Rande ist, soll den Weg in die Mitte ermöglicht, was jetzt vielleicht noch abstrakt tönt, soll konkret werden!

Kommentare

Einen Kommentar schreiben