Vor 800 Jahren und heute

Bruder Damian Keller, Provinzvikar der Schweizer Kapuziner, zu seinem Engagement für eine Kirche mit den Frauen

 

Bruder Damian Keller

 

Vor über 800 Jahre machte sich ein kleiner, unbedeutender Mann aus Assisi auf nach Rom, um dem damals mächtigsten Mann der Kirche, Papst Innozenz III., sein Anliegen vorzubringen - das Anliegen, nach dem Evangelium leben zu dürfen. Man kann vielleicht von einem Wunder sprechen, dass dieser Mann zum Papst vorgelassen wurde und Gehör fand für sein Anliegen, das so einfach und selbstverständlich wie weltbewegend war. Das war der Anfang einer unglaublichen Erfolgsgeschichte der Kirche, die 800 Jahre später darin einen Höhepunkt fand, dass ein Papst sich nach jenem Mann benannte – Franziskus.

Als ich von der Idee hörte, nach Rom zu Franziskus zu pilgern für eine Kirche mit den Frauen, musste ich an dieses Ereignis vor 800 Jahren denken. Warum sollte sich das Wunder nicht wiederholen, dass die Pilgernden, dass die Frauen in der Kirche mit ihrem Anliegen Gehör und Ansehen finden bei diesem Papst mit dem besonderen Namen – ein Anliegen, so einfach und selbstverständlich wie weltbewegend!

Dafür stehe ich ein, darauf hoffe ich, darauf vertraue ich.